Wissenswertes über Pool Wärmepumpen

Sie liebäugeln mit einem eigenen Pool im Garten oder besitzen gar schon einen? Dann sind Ihre angenehmen Tage im Sommer bereits gesichert. Zumindest, wenn Sie sich Gedanken über die Beheizung Ihres Pools gemacht haben. Sicher, überwiegend gehen Sie an heißen Sommertagen baden, doch selbst dann ist das Wasser für ein längeres Badevergnügen häufig zu kalt. Fakt ist, dass Sie eine Poolheizung benötigen. Wie wäre es mit einer Poolheizung Wärmepumpe, die auf erneuerbare Energien zurückgreift und Ihnen eine im Vergleich kostengünstige und umweltschonende Alternative zu üblichen Heizungen bietet? An dieser Stelle informieren wir Sie über die Pool-Wärmepumpe und geben Ihnen einige Tipps an die Hand, damit Ihrem sommerlichen Badespaß nichts mehr im Wege steht.

Was ist eine Pool Wärmepumpe?

Die Funktion der Pool-Wärmepumpe ist mit üblichen Wärmepumpen vergleichbar, die Sie unter anderem zur Warmwassergewinnung in Ihrem Eigenheim nutzen können. Wärmepumpen sind aufgrund der relativ geringen Energiekosten eine gute Alternative für mittelgroße bis große Pools.

So entzieht die Wärmepumpe die in der Umgebungsluft enthaltene Wärme und gibt diese an das Wasser ab. Sie können die Funktionsweise mit einem Kühlschrank vergleichen. Ihr Kühlschrank nimmt die Wärme des Innenraums auf und leitet sie nach außen weiter. So bleibt es im Kühlschrank stets kühl. Die Pool Wärmepumpe dreht das Prinzip um, wobei sie sich auf den Joule-Thomson-Effekt bezieht.

Insgesamt besteht eine Wärmepumpe für den Pool aus drei Komponenten:

  • Wärmequellanlage
  • Wärmepumpe
  • Wärmeverteiler

Die Wärmequellanlage ist dazu gedacht, die wärmere Energie der Außenluft aufzunehmen und an die eigentliche Wärmepumpe weiterzuleiten. Nun kommt ein Kondensator ins Spiel, der die aufgenommene Energie so weit umwandelt, dass sie als Heizenergie genutzt werden kann. Über den Wärmeverteiler, der zumeist noch einen Speicher enthält, wird die Wärme nun an das Poolwasser weitergegeben und erhitzt es

Wie funktioniert eigentlich eine Pool Wärmepumpe?

Nicht nur besteht die Pool-Wärmepumpe aus drei Bereichen, sie arbeitet auch in drei Schritten. Jeder Schritt besitzt seinen eigenen Nutzen.

Energiegewinnung

Dies ist der erste Schritt. Wie auch in Ihrem Kühlschrank eine Flüssigkeit zirkuliert, befindet sich in der Wärmequellanlage mit Frostschutzmittel versehenes Wasser, auch als Sole bezeichnet. Diese Flüssigkeit dient dazu, die Umweltwärme aus der Umgebungsluft aufzunehmen und sie an die Wärmepumpe weiterzuleiten. Die Sole wird bei allen Modellen genutzt, die im Erdreich verbaut sind und die Wärme aus dem Grundwasser oder der Erde aufnehmen. Wählen Sie eine Pool-Wärmepumpe der überirdischen Bauart, wird über einen Ventilator die Außenluft aufgenommen und direkt an die Wärmepumpe weitergeleitet.

Umwandlung

Ob Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder aus der Luft gewonnen wird – ohne eine Umwandlung kann die aufgenommene Energie nicht zu Heizzwecken genutzt werden. Daher folgt der zweite Schritt. Direkt in den mittleren Bauteil, der eigentlichen Wärmepumpe, ist ein weiterer Kreislauf integriert. Hier fließt ein Kältemittel durch die Leitungen, welches die aufgenommene Energie aufnimmt. Durch die Hitzeentwicklung verdampft das Kältemittel, wobei der Dampf an einen Kompressor abgegeben wird. Während des Prozesses erhitzt sich das gasförmige Kältemittel und gelangt schließlich zu dem Verflüssiger. Dieses Bauteil kondensiert das Kältemittel, wodurch es zum einen die Wärme abgibt, zum anderen durch den Wärmeverlust seine ursprünglich flüssige Form wiedererhält.

Die gesamte Wärmepumpe der Poolheizung besteht aus einem einzigen, in sich geschlossenen Kreislauf, sodass Sie das Kältemittel nicht auffüllen müssen. Sobald es im Kompressor seine flüssige Form wiedererlangt, wird es zum Startpunkt zurückgeführt und der Umwandlungsprozess beginnt von vorne.

Beheizung

Die in der Pool-Wärmepumpe aufgenommene Hitze wird nun über den Wärmeverteiler an ein Speichermedium abgegeben. Zumeist gelangt die Wärme nun direkt ins Poolwasser, wobei Pumpen das Wasser bewegen und gleichmäßig im Pool verteilen.

Funktionsweise einer Wärmepumpe

So funktioniert eine Wärmepumpe für Swimmingpools. Grafik: Calorex

Welche Vor- und Nachteile hat die Pool Wärmepumpe?

Interessieren Sie sich für eine neue Heizungsanlage für Ihren Pool, ist die Pool Wärmepumpe sicherlich eine Überlegung wert. Die größten Vorteile der Pool Wärmepumpe sind bereits die sparsamen Kosten. Stellen Sie sich vor, dass eine Pool-Wärmepumpe für jedes verbrauchte Kilowatt zwischen vier und sechs Kilowatt Heizenergie an das Poolwasser abgibt. Gleichfalls können Sie die Temperatur der Pool Wärmepumpe gradgenau steuern und sich beruhigt zurücklehnen. Denn zu rund 80 Prozent arbeitet die Wärmepumpe mit erneuerbaren Energien. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Wartung. Moderne Pool-Wärmepumpen bestehen aus einem robusten Gehäuse und besitzen einen aus Titan gefertigtem Kondensator, der bereits einen Enteisungsschutz sowie eine Abtauautomatik besitzt. Sie brauchen Ihre Wärmepumpe also nicht selbst enteisen oder großflächig warten. Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass die Wärmepumpe, anders als eine Solaranlage, nicht von der Sonneneinstrahlung abhängig ist. Selbst an bewölkten Tagen entzieht die Wärmepumpe der Außenluft Energie. Hochwertige und leistungsstarke Modelle arbeiten selbst bei einer Außentemperatur von -8 Grad Celsius.

Ein Nachteil der Pool Wärmepumpe ist, dass Sie nicht vollständig auf Strom verzichten können. Für die Inbetriebnahme muss ein witterungsbeständiger Stromanschluss vorhanden sein, der eine Spannkraft von 230 V aufweisen muss. Zudem ist es wichtig, dass Sie auf die Leistung der Pool-Wärmepumpe achtgeben. Ist die Leistung zu schwach, vermag sie es nicht, das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen.

Zusammengefasst bietet Ihnen die Pool Wärmepumpe folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Unabhängig von Sonneneinstrahlung
  • Hohe Effizienz – somit auch für große Pools geeignet
  • Leichte Bedienung
  • Robust
  • Geringer Platzbedarf
  • Geringer Pflegeaufwand

Nachteile:

  • Nicht vollständig unabhängig von Stromanschlüssen
  • Relativ hohe Anschaffungskosten
  • Pumpe muss auf Poolgröße abgestimmt sein
  • Die enthaltenen Bauteile verschleißen mit den Jahren

Poolheizung-Wärmepumpen im Test: Welche Kriterien sollten Sie vor dem Kauf beachten?

  • Poolgröße: Eines der wichtigsten Kriterien für die Entscheidung für oder gegen eine Pool-Wärmepumpe ist die Größe Ihres Pools. Die Leistung der Wärmepumpe muss für die Poolgröße ausreichend sein, damit Sie das Wasser wunschgemäß erwärmen können.
  • Stromverbrauch: Zudem sollten Sie den Stromverbrauch berücksichtigen und in Ihre Planung miteinbeziehen. Einige Modelle können Sie durchaus mit einer Solaranlage verbinden und so zumindest an sonnigen Tagen die Wärmegewinnung vollständig aus erneuerbaren Energien erzeugen.
  • Bauweise: Des Weiteren ist die Bauweise zu berücksichtigen. Ventilator betriebene Poolheizung Wärmepumpen sind für private Bereiche besonders nützlich, da sie keine unterirdische Installation benötigen. Diese Modelle ziehen die Außenluft mit einem Ventilator an und geben die Wärme an das mittlere Bauteil weiter. Wünschen Sie eine nahezu unsichtbare Installation, die es Ihnen erlaubt, den Pool auch in den Wintermonaten zu benutzen, empfehlen sich ins Erdreich eingelassene Wärmepumpen. Größere Modelle werden mitunter dazu genutzt, die Wärmeversorgung in Eigenheimen sicherzustellen. Da das Erdreich ab einer gewissen Tiefe nie vollständig auskühlt und die Wärmepumpe ebenfalls auf das Grundwasser zurückgreifen kann, können Sie diese Pool-Wärmepumpen auch an kalten Wintertagen benutzen.
  • COP: COP ist die Abkürzung für Coefficient of Performance und stark vereinfacht ausgedrückt gibt dieser das Verhältnis zwischen der von der Wärmepumpe verbrauchten elektrischen Energie und der erzeugten Heizleistung an. Ein hoher COP bedeutet hohe Heizleistung bei geringem Stromverbrauch. Die Effizienz von Wärmepumpen hängt zudem von äußeren Umständen und Einflussfaktoren wie beispielsweise der Außenlufttemperatur und Luftfeuchtigkeit ab.
  • Garantie: Achten Sie auf eine lange Herstellergarantie – in der Regel bieten namhafte Hersteller eine 5-Jahres-Garantie.

In unserem Pool-Wärmepumpenvergleich stellen wir Ihnen nicht nur einzelne Modelle vor und geben Ihnen unsere eigenen Testerfahrungen mit auf den Weg. Wir bieten Ihnen auch einen übersichtlichen Poolheizung Vergleich an, über den Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle direkt einsehen können.

Der richtige Platz für Ihre Pool Wärmepumpe

Der richtig gewählte Aufstellort für Ihre Wärmepumpe garantiert Ihnen in erster Linie einen optimalen Betrieb. Als passenden Standort kann ein beliebiger Ort im Freien gewählt werden, wenn jederzeit die Luft entsprechend zirkulieren kann und ein Stromanschluss und Zugang zur Filtertechnik vorhanden ist. Ebenfalls ist ein Mindestabstand zur Hauswand wichtig und im Vorfeld sollte man sich Gedanken im Hinblick zur Lärmbelästigung machen. Optisch sollte sich die Wärmepumpe in das äußere Erscheinungsbild des Hauses eingliedern und dieses nicht stören.

Wieviel kW sollte meine Poolheizung Wärmepumpe leisten?

Die Leistung Ihrer Poolheizung Wärmepumpe hängt in erster Linie vom Fassungsvermögen Ihres Pools ab. Sie können folgende Leistungen als Richtwert betrachten:

  • Poolgröße bis 20 m³ – 5 kW Heizleistung
  • Poolgröße bis 40 m³ – 9 kW Heizleistung
  • Poolgröße bis 60 m³ – 12 -15 kW Heizleistung
  • Poolgröße bis 90 m³ – 18 kW Heizleistung

Bestimmung der Heizleistung der Pool Wärmepumpe

Folgende Tabelle zeigt einen Anhaltspunkt um wie viel Grad Celsius Wärmepumpen mit unterschiedlicher Leistungsgabe unterschiedliche Poolgrößen pro Stunde erwärmen kann:

Poolgröße / Beckengröße 8 kW 12 kW 18 kW 27 kW
10 m³ + 0,59 °C + 0,88 °C + 1,32 °C + 1,97 °C
20 m³ + 0,29 °C + 0,44 °C + 0,66 °C + 0,99 °C
30 m³ + 0,20 °C + 0,29 °C + 0,44 °C + 0,66 °C
40 m³ + 0,15 °C + 0,22 °C + 0,33 °C + 0,49 °C
50 m³ + 0,12 °C + 0,18 °C + 0,26 °C + 0,39 °C
60 m³ + 0,10 °C + 0,15 °C + 0,22 °C + 0,33 °C
70 m³ + 0,08 °C + 0,13 °C + 0,19 °C + 0,28 °C
80 m³ + 0,07 °C + 0,11 °C + 0,16 °C + 0,25 °C
90 m³ + 0,07 °C + 0,10 °C + 0,15 °C + 0,22 °C
100 m³ + 0,06 °C + 0,09 °C + 0,13 °C + 0,20 °C

Nachfolgende Tabelle zeigt die Laufzeit einer Pool-Wärmepumpe um den Poolinhalt um 1°C zu erwärmen. Die Angaben beziehen sich dabei auf eine Umgebungstemperatur von 25°C.

Wärmepumpenleistung 10 m³ 20 m³ 30 m³ 40 m³ 50 m³ 60 m³
5 kW 140 Minuten 240 Minuten 420 Minuten 560 Minuten 695 Minuten 835 Minuten
9 kW 80 Minuten 155 Minuten 235 Minuten 310 Minuten 385 Minuten 465 Minuten
12 kW 60 Minuten 115 Minuten 175 Minuten 230 Minuten 290 Minuten 350 Minuten
15 kW 45 Minuten 90 Minuten 140 Minuten 185 Minuten 230 Minuten 275 Minuten
18 kW 38 Minuten 75 Minuten 115 Minuten 155 Minuten 190 Minuten 230 Minuten
21 kW 33 Minuten 65 Minuten 100 Minuten 130 Minuten 165 Minuten 200 Minuten
24 kW 29 Minuten 58 Minuten 85 Minuten 115 Minuten 145 Minuten 175 Minuten
28 kW 24 Minuten 48 Minuten 75 Minuten 100 Minuten 125 Minuten 150 Minuten

Pool Wärmepumpen winterfest machen

Wärmepumpen für Pools sind nicht für den Einsatz und Betrieb in den Wintermonaten geeignet. Insbesondere wenn die Temperaturen für diese verwendete Art von Poolheizungen unter Null Grad sinken, sind besondere Vorkehrungen zu treffen um irreparable Schäden und somit ein einhergehender Garantieverlust zu vermeiden. Eine Wärmepumpe sollte, wenn möglich nicht im Außenbereich aufbewahrt werden, sondern frostsicher im Keller oder im Gartenhäuschen zur Aufbewahrung eingestellt werden. Für den Fall, dass keine Möglichkeit gegeben ist und die Wärmepumpe im Außenbereich verwahrt wird, ist es unerlässlich, dass die Wärmepumpe in vom Hersteller vorgegebener Weise von Witterungseinflüssen geschützt und abgedeckt wird.

Wartung und Reinigung einer Pool Wärmepumpe

Grundsätzlich ist eine Pool Wärmepumpe relativ wartungsarm. Dennoch ist es empfehlenswert mindestens einmal pro Jahr eine allgemeine Instandhaltung durchführen zu lassen.  Die Wartung sollte zwingend von spezialisiertem Fachpersonal (bspw. Techniker, Kältetechniker) oder autorisierten Händlern durchgeführt und Reparaturen vorgenommen werden.

Bei der Reinigung der Wärmepumpe sollte stets darauf geachtet werden, dass der Ansaugbereich der regelmäßig kontrolliert und mit einem Schwamm gesäubert wird.  Außerdem sollte kein Hochdruckreiniger oder Produkte auf Lösungsmittelbasis verwendet werden. Hierfür werden im Handel spezielle Reinigungssets angeboten.

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