Sandfilteranlage für den Pool

Sie lieben sauberes, warmes Wassser? Für die Sauberkeit sorgt zuverlässig eine optimal auf den Swimmingpool abgestimmte Pool-Sandfilteranlage. Über die Funktionsweise und was vor dem Kauf zu beachten ist, erfahren Sie hier:

Funktionsweise einer Sandfilteranlage

Aufbau einer Sandfilteranlage

Eine Sandfilternanlage besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:

  • Filterkessel (mit/ohne Entlüftung)
  • Filtersand
  • Manometer
  • Kesselentleerung
  • 4- bzw. 6-Wege-Umschaltventil
  • Umwälzpumpe

So funktioniert eine Sandfilteranlage

Das Poolwasser wird über den Skimmer (Skimmer = Oberflächenabsauger im Schwimmbecken) an der Oberfläche angesaugt. Dieses gelangt über den Wasserverteiler in den Filterbehälterund durchläuft das Filtermaterial (Sand mit einer Körnung von 0,4 mm bis 0,8 mm) von oben nach unten. Mit zunehmender Verschmutzung des Filtermaterials erhöht sich der Durchflusswiderstand und führt in Folge dessen zu einer Erhöhung des Wasserdrucks. Wenn dies passiert, ist es an der Zeit ein Rückspülen (reinigen) des Filters durchzuführen.

Worauf ist beim Kauf einer Sandfilteranlage zu achten?

Wenn Sie eine Sandfilteranlage kaufen wollen, gibt es einige Kriterien zu beachten:

  • Größe: Die Frage nach der richtigen Poolgröße! Das A und O für den optimalen Einsatz einer Sandfilteranlage ist die Größe des Beckens.
  • Filter + Pumpe: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Größe des Sandfilterbehälters und die Leistung der Pumpe müssen aufeinander abgestimmt sein. Hier ist das richtige Verhältnis
  • Einsatzort: Der Aufstellungsort der Pumpe muss trocken und gut belüftet sein. Gibt es eine Unterbringungs-möglichkeit einer am Pool nahe gelegenen Garage, eines Technikraumes oder Kellers?
  • Manometer: Um den Pool effizient reinigen zu können bzw. den Zeitpunkt des „Rückspülens“ bestimmen zu können, sollte ein Manometer vorhanden sein. Beim Rückspülen wird der Wassereinlass zum Filter aus dem Schwimmbecken in einen Abfluss gelegt und die Pumpe spült das Wasser nun in entgegengesetzter Richtung.
  • Stromverbrauch: Beim Vergleich verschiedener Sandfilteranlagen sollten Sie immer auf den Stromverbrauch achten. Günstigere Modelle verbrauchen oftmals mehr Watt – hier lohnt sich ein Modellvergleich!
  • Anschaffungs- und Betriebskosten: Die Anschaffungskosten von Sandfilteranlagen variieren je nach Typ und benötigter Leistung von 100 bis mehreren 1.000 Euro für bspw. eine Profi-Anlage. Zusätzlich zum Anschaffungspreis kommen bei einen Festinstallation noch Montagekosten hinzu. Auch trotz eines genauen Blickes auf die Kosten sollte man gerade beim Herzstück der Poolanlage nicht am falschen Fleck sparen und vor der Kaufentscheidung sich ausführlich informieren. Bei den Betriebskosten kann man folgende Überlegungen zugrunde legen:
    – Nach diversen Expertenmeinungen sollte das Becken 2 bis 3 Mal pro Tag gefiltert werden. Dies entspricht
    eine täglichen Laufzeit von zirka 8 bis 10 Stunden.
    – Bei einer Saisonlänge von zirka 150 Tagen im Jahr wäre die Sandfilteranlage 1.500 Stunden im Jahr in
    Betrieb.
    – Bei der Annahme eines durchschnittlichen Strompreises von 0,25 € pro Kilowattstunde (Feb. 2015) und einem in unserer Beispielsrechnung angenommenen Verbrauch einer Sandfilteranlage von 500 Watt (W) ergibt sich folgende Rechnung:

–> 0,25 € x 1.500h x 0,5 kW = 187,50 € / Jahr

Fazit: Vor der Anschaffung einer Sandfilteranlage sollten die Parameter wie Poolgröße, Durchmesser des Filterbehälters, Menge des Filtersandes und Leistung der Filterpumpe bekannt und aufeinander abgestimmt sein – nur so können unnötig hohe Anschaffungs- und Betriebskosten vermieden werden.

  • Service/Wartung: Was nützt eine günstige Pumpe, wenn im Technik-Notfall die Ersatzteile wochenlang auf sich warten lassen?